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Briefmarathon Burkina Faso

30.04.2016

Erfolg gegen frühe und erzwungene Ehen

Burkina Faso will Gesetze ändern. Und Nürnberger Unterschriften haben dazu beigetragen.

Mädchen und Frauen in Burkina Faso sollen selbst entscheiden können, ob und wie viele Kinder sie wollen - das war die zentrale Forderung einer Petition von Amnesty International. Weltweit hat Amnesty Unterschriften gesammelt. Auch unsere Gruppe, und zwar am Rande unserer Veranstaltung im Krakauer Haus "Mali - Ein verwundetes Land" am 30.11.2015. Nach dem spannenden Reisebericht aus Mali mit anschließender Musik einer ivorischen Trommlergruppe haben sich viele Besucher an der Petition beteiligt. - Mit Erfolg!

Das berichtet die Amnesty-Fachgruppe Westafrika:

Im Februar 2016 gab der Minister für Justiz und Menschenrechte eine Pressemitteilung heraus, in der er bestätigte, dass sein Ministerium zahlreiche Briefe und E-Mails aus aller Welt erhalten habe, die ein Ende von frühen und erzwungenen Ehen forderten. Der Minister bestätigte, dass die Abschaffung von frühen und erzwungenen Ehen eine Priorität der neuen Regierung sind. Er sagte, es sei inakzeptabel, dass Kinder unter 18 gegen ihren Willen verheiratet werden und dass die burkinische Verfassung dies auch verbiete. Das Ministerium hat erste Schritte unternommen, im Familiengesetzbuch das legale Heiratsalter auf 18 zu erhöhen sowie dafür zu sorgen, dass Zwangsheirat im Strafgesetzbuch besser definiert wird.

Außerdem verabschiedete das Ministerium für Soziales im Dezember 2015 eine nationale Strategie (2016-2025) und einen dreijährigen Aktionsplan (2016-2018), um Kinderehen in Burkina Faso zu stoppen. Auch wenn diese konkreten Entwicklungen keine direkten Auswirkungen des Briefmarathons sind, können sie dennoch als Erfolg des intensiven Campaigning von Amnesty International im Rahmen der globalen My Body, My Rights-Kampagne gewertet werden.

Die Petition, die außerdem einen kostenfreien Zugang zu Verhütungsmitteln sowie eine kostenlose Notfallversorgung für Opfer von Vergewaltigungen in Burkina Faso fordert, ist fast abgeschlossen.

Bis April 2016 könnt ihr euch noch beteiligen: Petition unterschreiben