Amnesty International Gruppe Nürnberg (1494)

Impressum | Login

Gruppe Nürnberg (1494)

StartseiteErfolg hautnah

Besuch beim Gruppentreffen

05.05.2016

Erfolg hautnah

Zum heutigen Gruppentreffen kam der Erfolg von Amnesty sogar persönlich vorbei. Juri Rubzow war in weißrussischer Gefangenschaft wegen der Aufschrift auf seinem T-Shirt. Er kam, um einfach Danke zu sagen.

Am 22.08.2015 wurde er unter anderem aufgrund von Amnesty-Aktionen freigelassen und befindet sich nun in Nürnberg. Mit eingerosteten Russischkenntnissen konnten wir uns unterhalten und mehr von seiner Geschichte erfahren.

"Lukaschenko, tritt ab" - diese Worte wurden ihm zum Verhängnis. Er wurde 2014 festgenommen, weil er während der jährlichen Kundgebung, in der an die Katastrophe von Tschernobyl erinnert wird, ein T-Shirt mit einem Schriftzug getragen hatte, der den Präsidenten Alexander Lukaschenko zum Rücktritt aufforderte. Mittlerweile trägt er die Worte sogar tätowiert auf seiner Brust, siehe Foto.

Rubzow berichtete uns, dass er vor seiner Haftstrafe als Busfahrer gearbeitet hat und im Gefängnis bzw. Arbeitslager nur Kohl mit Würmern zu Essen bekommen hat. Die Fotos, die eine weißrussische Nachrichtenseite am Tag nach seiner Freilassung mit ihm und seiner Familie gemacht hat, zeugen von der Mangelernährung (Seite auf Russisch): http://news.tut.by/society/461456.html

Zwar war die Amnesty-Gruppe Nürnberg nicht an den Aktionen zu seiner Freilassung beteiligt, trotzdem freuen wir uns über den Erfolg und Juris persönlichen Besuch! Wir danken der Amnesty-Kogruppe Belarus und Ukraine, die diesen Erfolg möglich gemacht hat.

Amnesty-Report

Foto-Dokumentation unseres Treffens

Juri Rubzow
Juri Rubzow mit Ehefrau
Juri Rubzow mit Amnesty-Mitgliedern Nürnberg
Juri Rubzow mit Amnesty-Gruppe 1494 Nürnberg