Ein Logo für Menschenrechte
Am 23.09.2011 enthüllte die Initiative „Ein Logo für
Menschenrechte“ am Rande der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York den
Sieger eines internationalen Online-Wettbewerbs. Die Initiative hatte seit Mai weltweit dazu
aufgerufen, Vorschläge für das Logo einzusenden und darüber abzustimmen. Die Resonanz war
beeindruckend: Aus über 15.000 Einsendungen wählte eine hochkarätig besetzte Jury gemeinsam
mit der Internet-Community das Gewinnerlogo. Das neue Menschenrechtslogo steht ab sofort
jedem kostenlos als „open source“-Produkt unter www.humanrightslogo.net zur Verfügung.
Der Siegerentwurf stammt von Predrag Stakic aus Serbien. Die Idee dazu kam dem 32-jährigen
freiberuflichen Graphikdesigner beim Lesen der Universellen Erklärung der Menschenrechte: „In
der Präambel heißt es, dass Menschenrechte die Grundlage für die Gestaltung einer künftigen Welt
von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden sind. Das habe ich umgesetzt, indem ich aus zwei
universellen Symbolen – Hand und Vogel – ein neues geschaffen habe.“ Der Wettbewerbssieger
meint, dass kein einziges Logo die Welt verändern könne. „Auch dieses nicht. Aber ein Logo ist ein
Symbol, um das sich Menschen scharen, die wiederum die Welt verändern können.“
Die Initiative geht von einer breiten Akzeptanz des neuen Logos aus, da es von den Menschen für
die Menschen entwickelt und auch von ihnen gewählt wurde. Es soll dem friedlichen Einsatz für die
Menschenrechte weltweit ein Gesicht geben.
Start des internationalen Wettbewerbs „Ein Logo für Menschenrechte“ war der 3. Mai 2011. Aus
den im Laufe von nur 3 Monaten eingesendeten 15.396 Logovorschlägen von Teilnehmern aus über
190 Ländern hatte eine prominente Jury aus Menschenrechtsaktivisten und Designern die zehn
Besten bestimmt. Im Anschluss haben Menschen aus aller Welt über die TOP 10 Logos in einer
dreiwöchigen offenen Internetabstimmung abgestimmt und das Gewinnerlogo gewählt
Positiv überrascht waren die Initiatoren von der hohen Beteiligung: Millionen Menschen haben den
Wettbewerb seit der Start-Veranstaltung im Mai begleitet. „Der große Erfolg des Wettbewerbs zeigt:
Menschenrechte sind in allen Ländern der Welt ein wichtiges Thema. Viele Menschen haben es
offensichtlich als Lücke empfunden, dass es kein universelles Symbol für die Menschenrechte gab.
Diese Lücke wird nun endlich geschlossen", so Außenminister Guido Westerwelle. Außerdem seien
so Menschen aus aller Welt miteinander ins Gespräch gekommen und konnten sich über
Menschenrechte und Design austauschen.
Unterstützt wurde die Initiative einer hochkarätigen internationalen Jury. Zu den Mitgliedern
gehören u.a. die Hochkommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte Navanethem Pillay
(Südafrika), die fünf Friedensnobelpreisträger Aung San Suu Kyi (Myanmar), Shirin Ebadi (Iran),
Muhammad Yunus (Bangladesh) und Michail Gorbatschow (Russland), Jimmy Carter (USA);
Angelina Acheng Atyam (Kinderrechtlerin, Uganda), Waris Dirie (Top Model & Frauenrechtlerin,
Somalia), Roland Emmerich (Hollywood-Filmregisseur und Produzent, Deutschland), Carolyn
Gomes (Menschenrechtlerin, Jamaika), Juanes (Popstar & Friedensaktivist, Kolumbien), Somaly
Mam (Menschenrechtlerin, Kambodscha), Paikiasothy Saravanamuttu (Menschenrechtler, Sri
Lanka), Jimmy Wales (Gründer von Wikipedia, USA) sowie international renommierte
Designexperten wie Ahmad Humeid (Jordanien), Javier Mariscal (Spanien) und Erik Spiekermann
(Deutschland). Außerdem die Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Chile, Deutschland,
Kanada, Mauritius, Senegal, Singapur, Tschechien und Uruguay, die die Initiative zur Schaffung
einer Plattform für den Logo-Wettbewerb ergriffen hatten.
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